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Freundschaft

Freundschaft unser treues Gut,

beachten muss man es oft genug


Zerbrechlich nennt man es ab und an,

Stärke besitzt es dann und wann


Wichtig ist es vielen, oja

vergessen wird es aber manchmal gar


Man sieht sich dann und wann wird gesagt,

täglich muss es sein auch als Aussage gewagt


Jeder handelt verschieden und dennoch gleich,

was für den einen genug, was für den anderen nicht reicht


Wohin es uns führt, das weiß niemand genau,

der eine hält sich dabei für unklug oder besonders schlau


Doch eines das ist bei jeder gemein,

es zählt immer und immer das beisammen sein


So sei gesagt, hab gut acht darauf,

und wenn es dir wert ist, so gebe sie niemals auf

9.10.14 19:05


Meine Fantasykurzgeschichte

Schneebedeckt war alles, sanft fielen Flocken herab, eine ganz eigene Stille hatte sich über die Häuser gelegt, kein Laut drang an das Ohr. Hier und dort sah man huschende Schatten, der Himmel war klar und überall aus den Fenstern drang warmes Licht nach draußen.
Genau vor solch einem Fenster stand ich nun, Eisblumen rankten sich einen Weg entlang des Glases, ich hauchte dagegen und teilweise verschwanden sie unter Perlen von Wasser, welches, kaum hinabrinnend, schon wieder gefrohren, nur diesmal als Tropfen gebannt. Fast verzaubert folgte ich diesem Spiel, Kerzenschein fiel auf mein Gesicht, jedoch kam die Wärme nicht bei mir an.
Nun neugieriger hob ich den Blick, folgte dem Tanzen der Flamme, helle Spiegelungen dabei vor Augen. Bewegungen im Zimmer zogen meinen Blick auf sich, sich drehende Figuren, wenn ich still lauschte erklang eine zarte Melodie, kaum vernehmend. Überall schien es zu glitzern, schwebten doch tausend Glassteine durch die Luft, jede Form und Farbe, kleine Regenbögen flogen über die Wände und immer mal blinkte es hier und dort.
Noch einmal hauchte ich gegen die Scheibe, die Blumen wollten mir den Blick versperren, doch war es so faszinierend die Kälte auf den Wangen zu haben, während drinnen solch Schauspiel stattfand. Der Schnee auf dem Sims erschien immer bunter, wollte am liebsten hineingreifen, doch wusste ich, so würde der Zauber verschwinden, welcher mich so begeisterte.
Plötzlich klappte eine Tür, eine Stimme rief hinaus, fast wehmütig reagierte ich, mein Name war gerufen worden, es würden sich bald alle versammeln, da durfte ich nicht fehlen.
Nun trat ich selber in den Zauber ein, in der kälte noch viel verführerischer, so war es in der Wärme jedoch ein ganz anderes Genießen. Im Kamin flackterte ein Feuer, der Kerzen Wärme war nun zu spüren und das Spiel der Figuren deutlicher zu hören. Halb verträumt setzte ich mich davor, beobachtete den Tanz, von Zauberhand geleitet mal schnell mal langsam. Meine Geschwister schmückten derzeit lieber das Haus, Mutter hatte überall Tannenzweige verteilt, ihr Durft strömte durch die gesamten Räume, gaben mir ein heimeliges Gefühl. Leise summten alle, kannten das Lied der Spieluhr, ich gab mich weiter den Figuren hin, bis jemand sanft meine Schulter berührte und ich einen Engel in die Hände gedrückt bekam. Ich war dran meinen Teil der Schmückung beizutragen.
Jeder hatte seinen Teil, ich den Engel, ein sanftes Gesicht, welches voller Liebe zu allen hinabsah, meine Schwester ein Kind, welches strahlend alle anlächelte und mein Bruder einen weiseschauenden, kleinen Soldaten, welcher wachend über alles blickte.
Wir alle drei hatten sie ausgewählt und sollten immer einen Ehrenplatz im Hause haben, mein Engel hing jedes Jahr über der Tür unseres Zimmers zum Schlafen, das Kind meiner Schwester in unserem Zimmer wo wir unsere Aufgaben taten, lernten und gern auch spielten, der Soldat meines Bruders schützend über der Tür die hinausführte. So hatte jeder seinen Teil und Platz in der Familie.
Meine Schwester hatte mit viel Ungeduld betrachtet wie ich meinen Engel aufhing, denn danach war sie dran und nicht mehr lang so würde Vater mit seinem Magiespiel beginnen, das größte für uns Kinder, noch größer als die Farbenspiele der Glassteine, denn diese gaben ein Natürliches Licht von sich. Das meines Vaters war immer wieder anders, gab das wider was ihm entgegengebracht wurde.
Nun saßen wir gespannt zusammen, ein großer Vorhang war über die Tür gehängt worden, Mutter stand lächelnd daneben, selbst nicht wissend was nun kam, denn jedes Jahr war es anders.
Dann erschien eine Hand, tanzte auf und ab, hinterließ Linien in den verschiedensten Farben, dort wo die Fingerspitzen entlangglitten. Fast wie ein Regenbogen, bloß das er kein Bogen sondern ein Band war, welches in den verschiedensten Formen durch die Luft wirbelte.
Gerade hing eine riesige bunte Schleife in der Luft, als eine zweite Hand erschien, die Schleife in Form zupfte, bis sie perfekt war und mit einem Schwenk verschwand. Die Fingerspitzen beider Hände legten sich aneinander, langsam zogen sie scheinbar bunte Fäden auseinander, sie schienen so fest, obwohl es nur Licht war. Als ich kleiner war hatte ich versucht sie zu greifen, doch in dem Augenblick waren sie verschwunden gewesen, seitdem schaute ich nur noch bewundernd dem Spiel zu, welches sie nun begannen.
Immer mehr Formen und Figren erschienen aus Streifen in verschiedensten Farben, mal ein Kind, dann ein galloppierendes Pferd, im nächsten Moment stoben riesen Wellen fast über uns hinweg. Und dann war es soweit, zuerst trat mein Bruder vor, sogleich veränderte sich die Farbe, ein tiefes Blau hüllte den Raum so ein als währen wir im Meer, überall an den Wänden schimmerte es und jeder von uns lächelte. Doch es blieb nicht bei der Farbe, ein großes Segel blähte sich auf und langsam erschien ein Segelschiff, wogte über die Wellen und brach sich seinen Weg durch das Wasser. Langsam trat mein Bruder zurück und immer mehr verblasste das Schiff, verschwand dann und ein blasser Schimmer blieb von dem zurück was eben noch vor unseren Augen erschienen war. Nun trat ich vor, innerlich aufgeregt was wohl nun erscheinen würde, die Aufgeregtheit schien sich auf die Magie zu übertragen, denn nun schimmerten alles in einem Rot, wurde langsam zu Orange und dann erschien Gelb, immer mehr Farben gesellten sich dazu, wogten vor mir her, bis kleine einzelne Blütenblätter zu erkennen waren, wie auf einer Wiese kam ich mir vor, grün wogte das Grad und überall flogen sanft die Blüten durch die Luft, wurde darin eingeschlossen und tanzte fast mit. Lachend hätte ich mich am liebsten hineingeworfen und darin herumgekugelt, doch den Zauber wollte ich nicht brechen, so trat auch ich nun zurück, die Farben wurden blasser, schimmerten nur noch leicht und als ich wieder an meinem Platz saß war es wie bei meinem Bruder, kaum noch zu erkennen, was eben noch so deutlich da war.
Endlich war auch nun meine Schwester dran, sie schien noch aufgeregter zu sein, denn fast wie ein Feuer loderte es direkt Orange durch die Luft, zuerst wollte sie zurückschrecken, doch meine Mutter beruhigte sie durch eine sanfte Geste und schob sie wieder vor. Dann wurde das Orange auch schon milder, verschwamm zunehmend und immer mehr Rosa und Lilatöne bildeten verschiedene Muster in der Luft. Bald schon erschienen Formen und ich erkannte plötzlich einen rosanen Hasen, welcher fröhlich herumsprang, verspielt mal hier mal dort schnupperte und auf etwas zu warten schien. Da hüpfte auch schon ein Eichhörnchen herbei, in dem schillerndsten Lila das ich jemals sah, beide tollten herum, meine Schwester gab ein begeistertes Quitschen von sich. Es schien als würden die beiden Tiere um sie herum ein Spiel veranstalten. Plötzlich wurden es immer mehr, dort flog ein Vogel, hier krabbelte ein Igel heran, ein Maulwurf steckte neugierig seinen Kopf aus einem Loch.
Mit einem lächelnden Blick tippte Mutter in all dem Gewimmel meiner Schwester auf die Schulter, welche schon fast enttäuscht ein paar Schritte zurückging, sich an ihrem Platz setzte und wir beobachteten wie das Spiel der Tiere immer mehr verblasste.
Noch immer schauten wir auf den Schimmer, welcher vor dem Vorhang durch die Luft waberte, nun trat Mutter vor, zog mit ihrer Hand einen weißen Bogen über die Tür und hielt dann diese erwartend mit der Handfläche nach oben hin. Durch die ganzen Lichter hatten wir die Hände, welche diese Magie entstehen ließen ganz vergessen und sahen nun zu wie eine davon die Hand von Mutter ergriff. Dann trat Vater vollständig hervor, ließ Mutter um ihn herum gehen und in einem bunten Farbenspiel tanzten sie vor uns, lachend klatschten wir und auf eine Geste Vaters hin sprangen wir auf und fielen ihnen in die Arme. Auf einen Schnippser fielen alle bunten Lichter in sich zusammen und zerplatzten wie ein Feuerwerk um uns herum, bis alle verschwunden waren.
Nun war die Vorstellung vorbei, Mutter führte uns an den Tisch und hörte nun gespannt zu was wir alles gesehen hatten. Wie immer wollte jeder zuerst erzählen, so waren unsere Stimmen ein einziges Gewirr, doch sie schaffte es trotzdem jedem einzelnen zu folgen.
Vater verteilte währenddessen das Essen für uns alle und bald verstummten auch wir um die Mägen zu füllen. So ein Schauspiel hatte uns wie jedes Jahr sehr hungrig gemacht. Ich freute mich schon darauf auf meiner Decke zu liegen um bei der warmen Stimme Vaters, welche uns eine Geschichte las, sanft einzuschlafen um in all meinen Träumen nochmal zu erleben was heute alles geschehen war.
9.10.14 17:29


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